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Rote Rosen, Tatort, Biografie und Kinderbücher: „Liebling Kreuzberg“ lebt wieder auf!

Schauspielerin
Roswitha Schreiner
Website:www.roswithaschreiner.com
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Gefragte Schauspielerin

Stand: Dezember 2023

Liebling Kreuzberg lebt wieder auf, mit einer Erkneranerin in einer der Hauptrollen. Die frühere „Tochter der Nation“ schlüpft jetzt folgerichtig in die Mutterrolle.

Roswitha Schreiner war bereits als 21-Jährige in der Kultserie „Liebling Kreuzberg“ zu sehen. Sie spielte hier die Tochter des schlitzohrigen Anwalts und Notars Robert Liebling, der von Manfred Krug verkörpert wurde.

Überraschung in der Kanzlei?
Jetzt, 25 Jahre später, lässt die ARD die Anwaltskanzlei neu aufleben. Im Langfilm, der 2024 ins Fernsehen kommen soll, konnte der Serienstar aus Erkner der ursprünglichen Rolle treu bleiben. Dabei dreht sich jetzt alles um ihre Film-Tochter, die aufgrund der testamentarischen Verfügung des lange verstorbenen Vaters Robert Liebling in die Kanzlei aufgenommen werden muss.

Ausgezeichneter Liebling
Bei der ursprünglichen Serie war Roswitha Schreiner von Anfang an in ihrer Hauptrolle dabei. Dafür war sie von dessen Produzenten Otto Meissner entdeckt worden. Die erste Episode wurde 1986 ausgestrahlt. Es gab 58 Folgen in fünf Staffeln, die bis März 1998 gesendet wurden. In diesem Jahr bekam die Produktion den begehrten Fernsehpreis „Goldener Löwe“ als beste Serie.

Noch rechtzeitig in den Westen
Zum Start war Roswitha Schreiner trotz junger Jahre bereits theater- und filmerfahren. Ihre Karriere begann im Alter von zehn Jahren.
Ihre Eltern hatten rechtzeitig die Zeichen der Zeit erkannt. Sie waren kurz vor dem Mauerbau von Erkner nach Westberlin gewechselt. Mutter Ursula Schreiner konnte den erlernten Beruf der Buchhalterin beibehalten. Der Vater, der gelernter Polier war, kutschierte in der neuen Heimat Fahrgäste mit einem Taxi durch die „Frontstadt ohne Sperrstunde“.

Die Welt im Blick
Beide Elternteile wollten unbedingt, dass sich ihre Tochter in der Welt gut zurechtfinden kann. „Sie schickten mich auf das französische Gymnasium in Reinickendorf, weil man dort nur mit der Fremdsprache aufwuchs. Das hat mir sehr gutgetan. Ich habe dies mit meinen beiden Zwillingen Laura Schreiner und Lorenzo Schreiner, die mittlerweile elf Jahre alt und sehr selbstständig sind, ebenso gemacht. Sie gehen nun in meiner Zweitheimat Bali auf ein rein englischsprachiges Gymnasium“, ist sie voll des Lobes für ihre mittlerweile verstorbenen Eltern. „Gleich nach dem Mauerfall kehrten wir wieder ins ursprüngliche Haus in Erkner zurück. Meine Mutter unterhielt hier ein Buchhaltungsbüro. Sie hat gleich 1990 den ‚Heimatverein‘ mitgegründet und war lange dessen Vorsitzende. Ich bin hier natürlich ebenfalls Mitglied“, gibt sie Einblick.

Bühnenstart mit zehn Jahren
Zur Schauspielkunst kam sie übers Westberliner „Schillertheater“, wo sie mit zehn Jahren einen „König“ mit begleiten sollte. „Als die Tür zur Bühne aufging, war es um mich geschehen. Ich wusste, das muss mein künftiges Leben sein. Meine Eltern waren mit meiner Leidenschaft fürs Theater unter der Bedingung einverstanden, dass die Schulnoten gut blieben. Also habe ich oft in den Spielpausen gelernt“, erinnert sie sich an ihre Begeisterung, die bis heute anhält.

Kommissarin mit Minirock
Nach dem frühen Abitur mit gerade mal 17 Jahren konnte sie die angestrebte Karriere lückenlos fortsetzen. So erinnert sie sich an Engagements an den „Berliner Kammerspielen“ und anderen Theatern der Stadt. Sie spielte 1990 in Hamburg in „Don Carlos“ von Friedrich Schiller die französische Königstochter. Gleich darauf war sie am „Hebbel-Theater“ als schöne Lucy Harker in der Dracula-Adaption nach dem Original vom Bram Stoker zu sehen. Schon bald wurde das Fernsehen auf sie aufmerksam. Mit jungen 19 Jahren war sie 1984 mit fünf Folgen von „Alles aus Liebe“ und in der ZDF-Serie „Ich heirate eine Familie“ zu erleben. Sie trat bei „Derrick“ auf, faszinierte in „Die Wicherts von nebenan“ und löste einen kleinen Skandal aus, als sie mit Minirock im „Tatort“ zu sehen war, wo sie als Kommissarin Miriam Koch für Ordnung sorgte. Insgesamt war sie von 1992 bis 1997 in 15 Produktionen dieses deutschen Kult-Fernsehkrimis zu sehen. Danach folgten mehrere Auftritte in „Polizeiruf 110“.

Liebe in vielen Facetten
Dann wechselte sie das Thema. Nach der Wende führte sie an der Seite von Dietmar Schönherr auf der in Sachsen beheimateten „MS Königstein“ als verliebte Schiffskapitänin in die Reize der früheren DDR ein. Anschließend erfolgte ein weiterer Umschwung. Sie trennte sich von ihrem Schweizer Ehemann Urs Remond, den sie bei der „Schwarzwaldklinik“ kennengelernt hatte. Sie zog nach München zu ihrer nächsten großen Liebe.
Andreas Gotzler hatte sie als Aufnahmeleiter auf Bali kennengelernt. In München war sie mit Anke Engelke zwei Jahre lang in deren Comedy-Serie „Anke“ zu sehen.

Rosen mit Ideen
Der nächste Schritt war der Eintritt in die Welt der „Telenovelas“. Hier war sie in „Rote Rosen“ als Maike Becker von 2008 bis 2011 knapp 500 Mal auf den Bildschirmen zu sehen.
„Nach 250 Folgen konnte ich meine Ideen einbringen, die sich dann durch weitere 250 Sendungen zogen. Ich war beim Casting skeptisch, ob diese Art von Unterhaltung etwas für mich ist. Dann habe ich erkannt, dass es eine tolle Mischung aus Theater und Film ist. Man kann auf aktuelle Themen eingehen und teilweise mehr an Diskussionsstoff einbringen, als das in mit längerem Atem produzierten Sendungen möglich ist“, tritt Roswitha Schreiner Vorurteilen gegenüber.

Möbel und Gäste
In diesen täglichen Telenovelas spielt Liebe natürlich immer eine große Rolle. Damit spiegeln sie durchaus das reale Leben von Roswitha Schreiner aus Erkner im übertragenen Sinn wider. Sie hatte sich 2003 in einer hinduistischen Zeremonie auf Bali offiziell vermählt.
Andreas Gotzler hatte mit ihr sein Metier geändert und war zu teilweise selbst hergestellten Möbeln im polynesischen Stil umgestiegen. Diese wurden in einem Geschäft in Berlin verkauft. Das Paar betrieb zeitweise neben der Möbelherstellung noch eine Promi-Gaststätte auf der indonesischen Insel.

Neues Talent
Im Zuge der Geburt ihrer lange ersehnten Kinder, die als Zwillinge 2011 auf die Welt kamen, erkannte Roswitha Schreiner, dass ein weiteres Talent in ihr lauert. Sie veröffentlicht seitdem Kinder- und Hörbücher. Worauf das Millionenpublikum an Fernsehzuschauern aber schon immer gewartet hat, ist jedoch erst kürzlich verfügbar: In ihrer Biografie „Blickwinkel“ gibt sie von „A bis Z“ ehrliche und gut lesbare Einblicke in das Leben eines der angesagtesten Serienstars von Deutschland.
Viele Erkneraner und Bewohner der Region haben bereits entsprechende Lesungen genossen.

Erstellt: 2023